Was unterscheidet lokale und systemische Abführmittel?
Wer nach Lösungen für das Thema Verstopfung sucht, wird auf unterschiedliche Arzneimittel und Anwendungsformen stoßen. Einige Präparate werden zum Einnehmen angeboten, andere direkt im Enddarm als Zäpfchen angewendet. Doch was genau unterscheidet lokale und systemische Abführmittel voneinander?
Was bedeutet „lokal wirkend“ und was bedeutet „systemisch wirkend“?
Die Begriffe „lokal“ und „systemisch“ beschreiben in der Medizin in erster Linie den Ort, an dem ein Arzneimittel seine Wirkung entfaltet. Sie sagen dagegen nichts über die Wirksamkeit oder Qualität eines Präparats aus.
- Von einer lokalen Wirkung spricht man, wenn ein Arzneimittel direkt an der Stelle angewendet wird, an der die gewünschte Wirkung eintreten soll.
- Eine systemische Wirkung liegt vor, wenn ein Wirkstoff zunächst vom Körper aufgenommen und anschließend über den Organismus verteilt wird, bevor er seinen Wirkort erreicht.
Beide Prinzipien werden in vielen medizinischen Bereichen genutzt. Welche Anwendungsform besser geeignet ist, hängt von vielen Faktoren wie der Indikation oder auch den persönlichen Präferenzen ab.
Wie wirken systemische Abführmittel?
Systemische Abführmittel werden über den Mund eingenommen und gelangen zunächst in den Verdauungstrakt. Dort entfalten die enthaltenen Wirkstoffe ihre jeweiligen Effekte entlang des Darmverlaufs. Je nach Präparat können sie beispielsweise den Wasserhaushalt im Darm beeinflussen oder die Darmbewegung unterstützen.
Zu den typischen Darreichungsformen gehören:
• Tabletten
• Tropfen
• Pulver zum Auflösen in Flüssigkeit
Systemisch angewendete Präparate stellen eine etablierte Anwendungsform bei Verstopfung dar und gehören zu den am häufigsten verwendeten Darreichungsformen im Bereich der Darmgesundheit.
Wie wirken lokal angewendete Abführmittel?
Lokal angewendete Abführmittel werden direkt im Enddarm eingesetzt und entfalten ihre Wirkung an dem Bereich, in dem die natürliche Darmentleerung stattfindet. Dabei setzen sie unmittelbar am Ort des Entleerungsreizes an, ohne zuvor den gesamten Verdauungstrakt zu durchlaufen.
Zu den typischen Darreichungsformen gehören:
• Zäpfchen
• Mikroklistiere
Auch lokal angewendete Präparate sind eine etablierte Anwendungsform bei Verstopfung. Sie unterscheiden sich von systemischen Arzneimitteln vor allem durch ihren Anwendungsort und den Bereich, in dem sie ihre Wirkung entfalten. Lecicarbon® gehört zu dieser Gruppe der lokal angewendeten Arzneimittel. Nach der Anwendung als Zäpfchen im Enddarm entstehen feinperlige Kohlendioxid-Mikrobläschen, die natürliche Reize der Darmentleerung unterstützen. Die Mikrobläschen dehnen die Darmwand behutsam, wodurch spezielle Dehnungsrezeptoren aktiviert werden. Diese senden Signale an das Nervensystem und unterstützen so den natürlichen Entleerungsreflex. Das Wirkprinzip orientiert sich damit an physiologischen Abläufen, die auch bei der natürlichen Darmentleerung eine Rolle spielen.
Welche praktischen Unterschiede gibt es?
Die wichtigsten Unterschiede zwischen lokalen und systemischen Abführmitteln liegen in der Art der Anwendung und dem vorgesehenen Wirkbereich. Während systemische Präparate geschluckt werden, erfolgt die Anwendung lokaler Präparate direkt im Enddarm. Dadurch unterscheiden sich die Darreichungsformen und die Handhabung im Alltag.
Darüber hinaus wählen Menschen häufig unterschiedliche Anwendungsformen entsprechend ihrer persönlichen Vorlieben oder der jeweiligen Situation. Manche bevorzugen Tabletten, Tropfen oder Pulver, andere greifen lieber auf Zäpfchen oder Mikroklistiere zurück. Die verschiedenen Darreichungsformen erweitern die Möglichkeiten, Arzneimittel an individuelle Bedürfnisse und Gewohnheiten anzupassen.
Wie können Sie Ihren Darm bei Veränderungen unterstützen?
Nicht jeder Tag verläuft immer gleich. Sie unternehmen Urlaubsreisen und auch beruflich oder privat gibt es mal mehr oder weniger Stress. Aber gerade dann können Sie Ihren Darm schon mit einfachen Maßnahmen unterstützen. Trinken Sie ausreichend viel – das macht den Darminhalt weicher, sodass er leichter transportiert werden kann. Versuchen Sie außerdem, den natürlichen Entleerungsreiz nicht zu ignorieren, weil Ihnen ein Toilettengang gerade nicht so gut passt.
Kommt es trotzdem zu vorübergehenden Problemen bei der Darmentleerung, können lokal wirkende Präparate wie Lecicarbon® eine ergänzende Unterstützung bieten. Nach der Anwendung im Enddarm entstehen feinperlige Kohlendioxid-Mikrobläschen, die die Darmwand behutsam dehnen und dadurch natürliche Reize auslösen, die den Entleerungsreflex unterstützen.
Fazit: Sowohl systemische als auch lokale Abführmittel können bei Verstopfungen sinnvoll sein
Lokale und systemische Abführmittel verfolgen unterschiedliche Anwendungsansätze, ohne dass sich daraus eine generelle Wertung ableiten lässt. Der wichtigste Unterschied liegt darin, wo das jeweilige Arzneimittel angewendet wird und in welchem Bereich des Verdauungssystems es seine Wirkung entfaltet. Während systemische Präparate über den Verdauungstrakt aufgenommen werden, wirken lokale Arzneimittel direkt im Enddarm. Am Ende entscheiden meistens die persönlichen Vorlieben darüber, zu welchem Abführmittel man am besten greift.
Pflichtinformationen
Lecicarbon® E/K/S CO2-Laxans
Anwendungsgebiete: Zur kurzfristigen Anwendung bei verschiedenen Ursachen der Stuhlverstopfung, z. B. bei schlackenarmer Kost oder mangelnder Bewegung sowie bei Erkrankungen, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern. Zur Darmentleerung bei diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen im Enddarmbereich. Kann auch zusätzlich angewendet werden, wenn vorher andere Abführmittel erfolglos genommen wurden. Enthält (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Sojalecithin). Packungsbeilage beachten.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
athenstaedt, D-35088 Battenberg (Eder), CH-Brunnen
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